Leseprobe Irmtraud & Engelbert

Die ersten Ideen zur Geschichte von Irmtraud und Engelbert enstanden in meinem Kopf, als ich zehn oder elf Jahre alt war. Immer wieder habe ich kuriose, lustige, dumme, peinliche und verrückte kleine Szenen in meinem Kopf abgespielt. Meistens als ich einfach nichts anderes zu tun hatte.

Erst einige wenige dieser Szenen habe ich aufgeschrieben. Sie sind zufinden in den beiden Teilen "Beim Frühstück" und "Am Supermarkt" zu finden.

In der nachfolgenden, kurzen Leseprobe finden sie einen kleinen Ausschnitt aus dem Ersten Teil. Ich hoffe es gefällt ihnen.

 

 

„Du Mutter, ich hab mir inzwischen überlegt was ich nach der Schule machen möchte.“

„Wieso Engelbert? Nach der Schule kommst du doch immer nach Hause, wo willst du denn sonst hingehen?“

„Nein Mutter, ich meine wenn ich nach der Zehnten Klasse aus der Schule entlassen werde.“

„Ach so, sag dass doch gleich Engelbert. Und was hast du dir überlegt?“

„Ich denke ich werde diesen neuen Berufszweig ausprobieren. Diesen Hartz 4.“

„Ja das ist doch richtig gut Engelbert, du mit deinen Superzeugnissen wirst da bestimmt aufgenommen. Außerdem hat diese Berufsrichtung Perspektive. Richtige Berufe sind nur etwas für Leute die keine Hobbys haben. Und ich hab nur einen richtigen Beruf weil es bei mir damals dieses Hartz 4 noch nicht gegeben hat. Und heute bin ich schon zu alt um noch den Beruf zu wechseln. Ich finde das gut was du da machen willst Engelbert.“

„Ja Mutter und diese Leute haben auch richtig Aufstiegschancen, am Anfang fängst du mit wenig Gehalt an, aber wenn du dann verschiedene Auflagen erfüllst kommst du in die nächste Stufe, dann bekommt man auch mehr Geld. Nur ich weiß noch nicht wie das mit den Einstiegsauflagen ist, ich weiß halt nicht welche Auflagen ich da erfüllen muss um da aufgenommen zu werden.“

„Ja Engelbert, dann geh doch mal in dieses Arbeitsinformationshaus am Bahnhof, die werden da bestimmt Infomaterial haben und dich auch gut beraten können.“

„Das ist eine gute Idee Mutter das werde ich in den nächsten Monaten mal machen.“