Dienstleistungssektor

Der finnische Dienstleistungssektor hat sich in den letzten Jahren stark nach oben entwickelt.

Besonders in den letzten 20 – 30 Jahren, hat er in Finnland spürbar an Bedeutung gewonnen.

2003 lag der Produktionsanteil des Dienstleistungsgewerbes in Finnland bei knapp 66 %. Zum Vergleich sei gesagt, dass sich der Dienstleistungssektor an der Gesamtproduktion in Deutschland im selben Jahr auf 70 % belief.

Einen enormen Vorteil hat der Dienstleistungssektor, denn er ist weniger anfällig für Störungen von außen als die Industrie. Deswegen, wäre er für jedes Land ein wirklich lohnender Teil der Gesamtproduktion eines Landes.

Ein wirklich beachtliches Merkmal des finnischen Dienstleistungssektors möchte ich hier einmal anführen. Und dieses Beispiel, gilt ebenso für die anderen nordischen Länder.

Dieses besondere Merkmal des Dienstleistungssektors sind die öffentlichen Wohlfahrtsdienstleistungen, wie Tagesbetreuung für Kinder, Altenpflege oder die Gesundheitsversorgung. In diesen öffentlichen Wohlfahrtsdienstleistungen, wurde den Frauen im Land die Chance geboten ihre Rolle als Mutter mit der Teilnahme am Arbeitsmarkt zu verbinden. Ungefähr 80 % der Arbeitnehmer in diesem Bereich sind Frauen. Auch bei den Beschäftigungszahlen der Frauen brauch sich Finnland in Europa nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil, denn die Beschäftigung der Frauen liegt in Finnland schon jetzt deutlich über dem Niveau von 60 %. Diese 60 % hatte sich die EU eigentlich als Ziel bis zum Jahr 2010 gesetzt. Finnland erreicht und übertrifft diese Quote also schon heute.

Auch durch die hohen Beschäftigungszahlen der Frauen schafft es Finnland heute mit 68 % Beschäftigungsgrad höher als so manch anderes EU-Land dazustehen.

Über den finnischen Dienstleistungssektor, lässt sich also sagen, dass er für Finnland sehr bedeutend ist, und dass er auch in Zukunft weiter wachsen und sich verbessern wird.

Bereits jetzt arbeiten 69 % der Erwerbstätigen in diesem Bereich. Ungefähr 47 % davon arbeiten im öffentlichen Dienst. Auch beim Bruttoinlandsprodukt macht der Dienstleistungssektor für Finnland sehr viel aus. So erwirtschaftet er 65,5 % des Bruttoinlandsproduktes. Zum Vergleich hat das Industrie- und Baugewerbe nur einen Anteil von 31,4 % am Bruttoinlandsprodukt. Das ist nicht einmal die Hälfte vom Anteil des Dienstleistungssektors. Die Land- und Forstwirtschaft in Finnland schafft sogar nur einen Anteil von 2,9 % beim Bruttoinlandsprodukt.

In Deutschland, trägt der Dienstleistungssektor zum Bruttoinlandsprodukt ungefähr 69,2 % bei. Also ungefähr genauso viel wie in Finnland.

Abschließend lässt sich sagen, dass Finnland den Weg von einer Agrarnation zu einer Dienstleistungsnation geschafft hat.