So

16

Aug

2009

Leichtathletik WM - Kann man sich darüber noch freuen?

Seit Samstag läuft in Berlin die Leichtathletik Weltmeisterschaft. Aus der ganzen Welt sind die besten Athleten angereist, um in Disziplinen wie Weitsprung, Kugelstoßen oder Stabhochsprung um Gold, Silber und Bronze zu kämpfen.

Auch im Laufen messen sich die Besten der Welt. Am gestrigen Sonntag kam es dabei zum wichtigsten Sprintwettbewerb dieser Weltmeisterschaft. Die 100 Meter der Männer. Topfavorit war der Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika.

Und er wurde seiner Rolle gerecht. Innerhalb von 9,58 Sekunden lief er der Konkurrenz davon und brach sogar seinen eigenen Weltrekord.

9,58 Sekunden! Diese Zeit für eine Strecke von 100 Metern muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Eine wahre Sensation. Und so feierte der Olympiasieger von Peking auch seinen Sieg nach dem Zieleinlauf.

Mir war vor dem Fernseher aber gar nicht zu Mute seine Freude zu teilen.

Vielmehr fragte ich mich, kann man sich über so etwas überhaupt noch freuen?

Denn dass in Jamaika gerade zu luxuriöse Bedingungen vorhanden sind, was dass Doping und die Verschleierung dessen betrifft ist in der Leichtathletik Szene bekannt. Insofern muss man mit einem ernsten Auge einen Blick auf dieses Resultat werfen und sich die Frage schon einmal stellen: "Kann man sich darüber noch freuen?"

Ich kann es nicht unbedingt. Denn diese Show von Usain Bolt kann man auch als Respektlosigkeit empfinden. Gerade unter den Bedingungen.

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